Ausstellungs-Impressionen

Impressionen von der ZZK-Baustelle und Werke von Willi Reiche

Mitte Januar 2021 wurde erstmalig der „Upcycling-Kunstpreis upc [aps]“ ausgelobt, Einsendeschluss war der 15. März 2021. Initiatorin dieses Kunstpreises ist Julia Theek, Kuratorin und selbst eine Künstlerin, die mittels Upcycling gemäß der Erkenntnis, „dass wir unseren Umgang mit den Dingen verändern müssen“ den Nachhaltigkeitsgedanken nicht nur in der eigenen Kunst anwendet, sondern generell für die Kunst propagiert. Die dreiköpfige Jury besteht aus Tanja Grass, Thomas Klotz und Cora Knoblauch.

In der Kleinstadt Lübz (Westmecklenburg, Landkreis Ludwigslust-Parchim) gründete Julia Theek 2012 die Sommerakademie „Lübzer Kunstspeicher“ und engagiert sich als treibende Kraft dafür, dem Leerstand (oder positiv ausgedrückt „Raumwohlstand“) in der ländlichen Region mit innovativen Nutzungskonzepten entgegenzuwirken. Vor allem ihrem Engagement, der Geduld des Bauamtsleiters Fred-Jan Salomon und dem Einsatz von Bürgermeisterin Astrid Becker ist es zu verdanken, dass nach langem Leerstand ein zentral gelegenes, aber eher schwierig geschnittenes Gebäude in das Förderprogramm der EU-Gemeinschaftsinitiative Leader aufgenommen wurde, um hier ein „Zentrum für zirkuläre Kunst“ (kurz ZZK) mit Atelierräumen und einer Produzentengalerie ins Leben zu rufen.

Und genau dieses Gebäude in der Kirchenstraße 20 in Lübz wurde Ausstellungsort für die sieben Nominierten des „Upcycling-Kunstpreises upc [aps]“ – mitten in der Bauphase wurden die künftigen Atelier- und Galerieräume zur Gemeinschaftsausstellung von (alphabetisch): Künstlerduo Rudi Beutinger & Gudrun Staiger, Kerstin Bruchhäuser, Jürgen Hohmann, Daniela Melzig, Willi Reiche, Ramona Seyfarth und Erik Weiser. Upcycling-Kunst auf der Baustelle – eine ungewöhnliche, aber gelungene Präsentation!

Die Verlegerin und Publizistin Christiane Goetz-Weimer ist die Schirmherrin und sieht mit Julia Theek als Projektleiterin und der Stadt Lübz als Träger des ZZK das Potenzial, dass sich die kleine Stadt zu einem lebhaften Kunstort etabliert, in dem das Thema Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle spielt.