Le dernier cri

Die kinetische Installation „Le dernier cri“ stellt eine skulpturale Auseinandersetzung mit der anthropogenen Beeinflussung der Natur dar. Sie vereint historisches Schmiede- und Sattlerhandwerk und kombiniert die Werkstücke aus Eisen und Leder mit dem Schädel sowie einem Rippenknochen von Meeressäugern. Die Verbindung dieser markanten Elemente steht stellvertretend für Lebewesen, die – wie auch der Mensch – über eine Wirbelsäule verfügen und zu den „Höheren Säugern“ zählen.
Eine dicht verwobene „Mähne“ aus Leder (ehemals Hintergeschirr, Schweifriemen etc.) repräsentiert das domestizierte Pferd, stellvertretend für den Lebensraum Land. Die Walknochen beziehen sich auf die meeresbewohnenden Säuger. Mit einem letzten Schrei klagen diese Lebewesen an, wie massiv der Mensch Eingriff genommen hat auf ihre jeweiligen Lebensräume. Das Werk „Le dernier cri“ hinterfragt die Verantwortung des Menschen im Umgang mit anderen Lebewesen. Es fordert dazu auf, die eigene Rolle innerhalb eines Systems von Zähmung, Aneignung und Herrschaft zu überdenken – hin zu einem neuen, respektvollen Umgang mit Natur, Umwelt und Landschaft.

Höhe: 200 cm
Breite: 86 cm
Tiefe: 140 cm (ohne Bewegung)